Kunterbunt in der Kita Michael 3 - CDU Gievenbeck zu Besuch

07.09.2015, 08:53 Uhr
Foto: Neuhaus
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„Katholische Tageseinrichtung für Kinder im Alter von 4 Monaten bis 6 Jahren. 50 Kindergartenkinder, 20 Tagesstätten Kinder und 10 U3 Kinder. Integrative Arbeit durch eine Heilpädagogin.“ Diese Informationen liest man, wenn man die Homepage der Kita Michael 3 anklickt. Die Gievenbecker CDU Vertreter, Ratsherr Richard Halberstadt, der Vorsitzende Alfons Neuhaus, sowie Mechthild Neuhaus, Mitglied im Schulausschuss, wollten es genauer wissen und informierten sich vor Ort über die Situation in Michael 3. „Von den derzeit 78 Kindern befinden sich 64 Kinder in der „Über-Mittag-Betreuung“ und,– so wusste die Leiterin Birgit Kösters zu berichten, „die Tendenz ist hier weiter ansteigend.“

Wie stark der Druck auf die Eltern ist, Unterkunft für ihre „Kleinen“ zu finden, zeigt sich auch in der Nachfrage, wie lange die Kita in den Ferien geschlossen ist und der Forderung, ob diese Zeit nicht von drei Wochen auf zwei oder weniger verkürzt werden könne. Diese Information ist nicht neu, zumal in den Kitas Michael1 und Michael 3 jeweils 80 Kinder auf der Warteliste zu finden sind. Neu ist das jedes Jahr diese Zahlen – nicht nur in Gievenbeck, aber vor allem auch hier weiter ansteigen – trotz der anders lautenden Zahlen in der kleinräumigen Bevölkerungsprognose. „Die Arbeit, die hier von den Erzieherinnen und von den zwei Köchinnen in der Küche Tag um Tag geleistet wird, verlangt,“ so Mechthild Neuhaus, „gerade für die U-3-Kinder höchste Anerkennung und Aufmerksamkeit.“

Von den 78 Kindern gibt es viele, die afrikanische, russische und polnische Wurzeln haben. Hinzu kommen aktuell auch drei Flüchtlingskinder aus den benachbarten Flüchtlingsunterkünften in Gievenbeck. Hier sind Dolmetscherdienste für das Erstaufnahmegespräch und teilweise auch psychologische Beratungen notwendig. Beides tut Not und wird in Zukunft noch stärker gefragt sein. Zumal in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kita Michael 3 die Stadt eine weitere vorübergehende Flüchtlingsunterkunft plant. Richard Halberstadt: „Die ehren- und hauptamtliche Flüchtlingsarbeit vor Ort muss ausgestattet sein mit genügend finanziellen Mitteln des Landes, wobei aber auch die sozialen Sorgen und Nöte der Bewohner vor Ort hier nicht vergessen werden dürfen.“ (MN)