Gievenbecker CDU unterstützt Umsetzung des Kéré-Entwurfs

#WN

16.07.2014, 09:50 Uhr | mit freundlicher Genehmigung: WN/Markus Kampmann
mit freundlicher Genehmigung: WN/Markus Kampmann
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"Die CDU begrüßt, dass der Entwurf von „Kéré Architecture“ für die Oxford-Kaserne bei der Fachjury das Rennen gemacht hat. Das machten CDU-Vertreter aus dem Rat und der Gievenbecker Ortsunion am Dienstag deutlich. 
 
Nach der Vorstellung der sechs Entwürfe habe sich der Vorstand der Ortsunion eingehend mit den Konzepten beschäftigt, sagte Mechthild Neuhaus, die als sachkundige Bürgerin für die CDU im neuen Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen sitzt. „Der grüne Boulevard kam sehr gut an“, berichtete Neuhaus mit Blick auf den Kéré-Entwurf. Dieser sei zudem der einzige gewesen, der eine klare Anbindung an den Arnheimweg vorsehe. Und: „Die Idee mit der Markthalle war etwas Besonderes.“. (mehr)
 

"Positiv sind Thomas Lilge, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Ortsunion, am Sieger-Entwurf zudem die Einbeziehung des Grünen Fingers, die Mischung unterschiedlicher Bauformen und die sehr sensible Herangehensweise in Sachen Verkehr aufgefallen. Gleichwohl begrüßten die Christdemokraten die Änderungswünsche, welche die Jury dem Gewinner-Team aufgetragen habe, so Neuhaus: die Verkleinerung des Exerzierplatzes, mehr Bebauung, weniger Einzelhandel, die Streichung der Straße durch den Grünen Finger und eine öffentliche Nutzung entlang der Sportplätze.
 
Für letzteren Punkt komme beispielsweise das Vorhaben der evangelischen Lukas-Kirchengemeinde infrage, die in der Oxford-Kaserne – wie berichtet – ein neues Kirchenzentrum errichten möchte. „Wir begrüßen diese Pläne sehr“, betonte Neuhaus. Besonders schön wäre es für die angestrebte Öffnung des Kasernen-Areals, wenn sich das Kirchenzen­trum auf einer Blickachse mit der katholischen Michaelkirche realisieren ließe.
 
Darüber hinaus sei ein Konzept erforderlich, um die Vereine, Bildungsträger und anderen Einrichtungen, die Angebote im künftigen Oxford-Quartier vorhalten wollen, sinnvoll zu bündeln, um so den Flächenverbrauch gering zu halten, meinen die Christdemokraten. Dafür komme auch das Uhrenturm-Gebäude infrage.
 
Gleichzeitig müsse ein „stimmiges Verkehrskonzept“ erarbeitet und der Nahverkehrsplan, der derzeit in der Politik beraten wird, an die Oxford-Planung angepasst werden, sagte Neuhaus. Mit rund 18 000 Fahrzeugen täglich sei die Roxeler Straße heute schon „kaum zu ertragen“. Eine bessere Busanbindung und eine Geschwindigkeitsreduzierung nannte Neuhaus als Maßnahmen-Beispiele.
 
Und noch etwas müsse nun dringend angegangen werden, unterstreicht Ratsherr Richard-Michael Halberstadt – eine Forderung der CDU, die schon seit Längerem besteht: Ein neuer Bebauungsplan für die Mitte von Alt-Gievenbeck müsse her. „Der Einzelhandel muss gestärkt werden“, sagte Halberstadt. Deshalb hoffen die Christdemokraten, dass sich die Kaufleute in Gievenbeck zu einer Interessengemeinschaft zusammenschließen, um aktiv an der Entwicklung und einem Zusammenwachsen Gievenbecks mitzuwirken." (WN/Markus Kampmann)